Alter Friedhof Maintal-Dörnigheim 2026: Grabarten, Grabstein-Regeln & Steinmetz-Tipps
Der Verlust eines geliebten Menschen ist ein tiefer Einschnitt. Der Alte Friedhof Maintal-Dörnigheim bietet mit seiner jahrhundertealten Geschichte und seinem historischen Charakter genau diesen geschützten Raum für die Trauer. Wer hier ein Grabmal plant oder ein bestehendes Familiengrab umgestalten möchte, muss jedoch strenge behördliche Vorgaben beachten. Dieser umfassende Ratgeber analysiert die Friedhofsordnung 2026, beleuchtet die strikten Auflagen und gibt fundierte, handwerkliche Steinmetz-Tipps für die Planung, Materialwahl und logistische Umsetzung auf diesem traditionsreichen Gelände.
Lassen Sie sich diesen Artikel in Sekundenschnelle von der KI zusammenfassen.

Inhaltsverzeichnis
1. Die historische Dimension des Alten Friedhofs
Die Anlage an der Kennedystraße, unmittelbar an der Ecke zum Backesweg gelegen, ist ein essenzieller Bestandteil der Stadtgeschichte Maintals. Mit einer Fläche von rund 10.500 Quadratmetern repräsentiert das Areal nicht nur einen Ort der Beisetzung, sondern auch ein kulturhistorisches Denkmal der Region. Der Haupteingang befindet sich in der Friedrichstraße 19, wobei zusätzliche, teils sehr schmale Zugänge über den Backesweg und die Kennedystraße existieren.
Das Erscheinungsbild des Friedhofs wird maßgeblich durch den alten, weitverzweigten Baumbestand und die teilweise unter Denkmalschutz stehende Umgebung des historischen Dörnigheimer Ortskerns geprägt. Diese landschaftliche und architektonische Einbettung erfordert bei allen gewerblichen und gestalterischen Arbeiten höchste Sensibilität. Die Erhaltung dieses gewachsenen, homogenen Gesamtbildes ist das zentrale Anliegen der Maintaler Friedhofsverwaltung und bildet das Fundament sämtlicher im Jahr 2026 geltenden Gestaltungsvorschriften.
Kulturdenkmal mit Geschichte
Der Alte Friedhof Dörnigheim ist weit mehr als eine Ruhestätte – er ist ein lebendiges Zeugnis der Regionalgeschichte. Die ältesten Grabmale zeugen von Familien, die seit Generationen in Maintal verwurzelt sind, und machen den Friedhof zu einem Ort von hohem kulturellem und identitätsstiftendem Wert für die gesamte Gemeinde.
2. Bestattungssituation 2026: Ein Friedhof im Wandel
Die infrastrukturellen und administrativen Rahmenbedingungen auf dem Alten Friedhof Dörnigheim haben sich in den vergangenen Jahren signifikant gewandelt. Angehörige müssen bei der Planung im Jahr 2026 wesentliche Neuerungen in der Belegungspolitik und der baulichen Situation berücksichtigen.
Rückbau der Trauerhalle und seine Folgen
Ein architektonischer und logistischer Wendepunkt war der August 2025. In diesem Monat wurde das ehemalige Funktionsgebäude, welches die historische Trauerhalle sowie die integrierten Kühlzellen umfasste, vollständig abgerissen. Die städtische Entscheidung zu diesem Rückbau basierte auf einer detaillierten Wirtschaftlichkeitsprüfung: Die Räumlichkeiten wurden in den vergangenen Jahren immer seltener für Trauerfeiern genutzt, während die laufenden Instandhaltungskosten für die historische Bausubstanz unverhältnismäßig anstiegen.
Für die Durchführung von Beisetzungen im Jahr 2026 bedeutet dies eine veränderte Choreografie des Abschieds. Trauerfeiern und Einsegnungen am Sarg oder an der Urne finden nun entweder unter freiem Himmel direkt an der Grabstätte statt, oder die Hinterbliebenen weichen für die zeremonielle Feier auf die moderne Trauerhalle des Neuen Friedhofs Dörnigheim in der Otto-Hahn-Straße aus, bevor der Trauerzug zur eigentlichen Beisetzung an die Kennedystraße wechselt.
An der Stelle des ehemaligen Gebäudes wurden ein moderner Technikraum sowie ein barrierefreier WC-Container für die Friedhofsbesucher errichtet. Die historische Gedenktafel, die an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges (1870/1871) erinnert und zuvor die Fassade der alten Halle zierte, wurde pietätvoll in den neuen Bereich integriert. Eine direkt angrenzende Rasenfläche wurde im Zuge dieser Baumaßnahmen offiziell entwidmet und steht für Beisetzungen nicht mehr zur Verfügung.
Fokussierung auf das Familiengrab Dörnigheim
Die Belegungspolitik der Stadt Maintal hat die aktive Neuvergabe von Grabstätten auf diesem Gelände drastisch reduziert. Im Jahr 2026 werden auf dem Alten Friedhof primär keine neuen Reihengräber mehr vergeben. Die Anlage hat vielmehr den Status eines geschlossenen, historischen Friedhofs eingenommen.
Bestattungen finden hier fast ausschließlich in bestehenden Wahlgräbern statt. Diese Stätten, die in der lokalen Tradition tief verwurzelt sind, fungieren als generationenübergreifendes Familiengrab. Wenn Familien über ausreichende, noch aktive Grabnutzungsrechte verfügen, kann das bestehende Grab für weitere Erdbestattungen oder Urnenbeisetzungen geöffnet werden. Für Familien ohne bestehendes Nutzungsrecht an der Kennedystraße fungiert der Neue Friedhof Dörnigheim als primärer Ausweichstandort für alle Bestattungsformen.
Ruhefristen und Nutzungsrechte
Die Einhaltung der Totenruhe wird durch gesetzlich definierte Ruhefristen gewährleistet. Diese Fristen bemessen den Zeitraum, in dem eine Grabstätte nach einer Beisetzung nicht aufgelöst oder neu belegt (außer bei zulässigen Zubettungen) werden darf. Die Friedhofsverwaltung Maintal legt für das Jahr 2026 folgende Zeiträume fest:
| Bestattungsart | Gesetzliche Ruhefrist | Verlängerung des Nutzungsrechts |
|---|---|---|
| Erdbestattung (Sarg) | 30 Jahre | Bei Wahlgräbern unbegrenzt möglich (max. 80 Jahre Gesamtzeitraum) |
| Urnenbeisetzung | 15 Jahre | Bei Wahlgräbern unbegrenzt möglich (max. 80 Jahre Gesamtzeitraum) |
Der Vorteil der Wahlgräber
Der fundamentale Vorteil der auf dem Alten Friedhof dominierenden Wahlgräber liegt in der Option der Verlängerung. Während Reihengräber nach exakt 15 beziehungsweise 30 Jahren zwingend abgeräumt werden müssen, können die Nutzungsrechte für ein Wahlgrab gegen Entrichtung der entsprechenden städtischen Gebühren verlängert werden. Dies stellt sicher, dass der historische Familiensitz auf dem Friedhof dauerhaft als Ankerpunkt für kommende Generationen erhalten bleibt.
3. Friedhofsordnung Maintal 2026: Strenge behördliche Vorgaben
Die Errichtung oder Veränderung eines Grabmals ist ein komplexer baulicher Eingriff in den öffentlichen Raum. Um die Pietät, die Sicherheit und den ethischen Anspruch der Gemeinde zu wahren, unterliegt dieser Prozess im Jahr 2026 einer strikten hoheitlichen Kontrolle durch die Stadt Maintal.
Verwaltung, Vorsprachen und der Grabmalantrag
Die administrative Führung aller sieben kommunalen Friedhöfe obliegt der zentralen Friedhofsverwaltung Maintal. Diese ist nicht vor Ort in Dörnigheim, sondern im zentralen Rathaus in Maintal-Hochstadt (Klosterhofstraße 4-6, Raum 033) ansässig. Angehörige und Handwerksbetriebe müssen beachten, dass die Behörde im Jahr 2026 ein striktes Termin-Management betreibt: Persönliche Vorsprachen sind ausschließlich nach vorheriger, verbindlicher Terminvereinbarung möglich.
Vor der Aufstellung, wesentlichen baulichen Veränderung oder gar der Nachbeschriftung eines Grabsteins muss zwingend ein offizieller Grabmalantrag gestellt und genehmigt werden. Die Einbringung eines Gedenksteins ohne diesen schriftlichen Bescheid ist illegal und führt zu behördlichen Rückbauverfügungen.
Genehmigungsgebühr und Antragsunterlagen
Die Stadt Maintal erhebt für die Bearbeitung des Grabmalantrags eine pauschale Genehmigungsgebühr in Höhe von 90,00 Euro. Um den Antrag erfolgreich zu durchlaufen, müssen detaillierte Konstruktionszeichnungen im Maßstab 1:10, exakte Berechnungen zur Fundamentierung und Stahleinbindung sowie präzise Spezifikationen der Gesteinsart und Oberflächenbearbeitung eingereicht werden.
Ein professioneller Steinmetz aus der Region übernimmt diese komplexe behördliche Abwicklung treuhänderisch für die Angehörigen, um Fehler im Antragsverfahren und damit verbundene Verzögerungen zu vermeiden.
4. Ethische Verantwortung & die 14-Zentimeter-Regel
Neben den formalen Gebühren müssen zwei fundamentale Hürden genommen werden, bevor ein Stein in Dörnigheim aufgestellt werden darf: der ethische Herkunftsnachweis und die statische Mindeststärke.
ILO-182 Nachweis: Keine Grabsteine aus Kinderarbeit (§ 24a FO)
Eine der weitreichendsten Vorschriften, die im Grabmalantrag 2026 lückenlos nachgewiesen werden muss, ist der ethische Herkunftsnachweis. § 24a der Friedhofsordnung Maintal statuiert ein strenges Verbot von Grabsteinen, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen.
Historisch betrachtet importierte die europäische Natursteinbranche über Jahrzehnte hinweg Rohblöcke aus Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen die Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen verheerend waren. Experten dokumentierten, dass in vielen Steinbrüchen, die Granit für den europäischen Grabmalmarkt produzierten, Kinder ohne Schutzkleidung mit Presslufthämmern arbeiteten. Um dieser Ausbeutung entgegenzuwirken, greift die Maintaler Friedhofsordnung auf das Übereinkommen Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zurück, welches das Verbot der schlimmsten Formen der Kinderarbeit regelt.
Zertifizierungspflicht
Für den Grabmalantrag ist zwingend ein unabhängiges Zertifikat erforderlich, welches die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen entlang der gesamten Lieferkette – vom Abbau im Steinbruch bis zur Endverarbeitung – dokumentiert. Zu den anerkannten Zertifizierungsgesellschaften gehören renommierte Organisationen wie "FairStone" oder "XertifiX". Fehlt dieser ILO-182 Herkunftsnachweis in den Antragsunterlagen, wird die Genehmigung durch die Friedhofsverwaltung in Hochstadt kategorisch und ausnahmslos verweigert.
Die 14-Zentimeter-Regel nach TA-Grabmal
Der Alte Friedhof Dörnigheim birgt aufgrund seines historischen Baumbestandes spezifische statische Herausforderungen. Das Erdreich ist von tiefen und starken Wurzeln durchzogen, was zu ungleichmäßigen Bodenbewegungen führen kann. Zudem setzen herabfallendes Geäst und Windlasten den Denkmälern zu. Um eine absolute Kippsicherheit zu gewährleisten und Besucher vor umstürzenden tonnenschweren Steinen zu schützen, greift die Stadt Maintal im Jahr 2026 strikt durch.
Für alle klassischen stehenden Grabmale schreibt die Friedhofsordnung eine zwingende Mindeststärke von 14 Zentimetern vor. Grabsteine, die dünner dimensioniert sind, werden im Prüfverfahren sofort abgelehnt.
Statik nach TA-Grabmal
Gemäß den bauphysikalischen Richtlinien der "Technischen Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen" (TA-Grabmal) muss ein Grabmal so konzipiert und im Fundament verankert sein, dass es einer definierten horizontalen Prüflast standhält:
- 300 Newton bei Steinen bis 1,20 Meter Höhe
- 500 Newton bei höheren Konstruktionen
Die Stärke von 14 Zentimetern bietet dem Steinmetz das notwendige Gesteinsvolumen, um massive Gewinde- oder Rippenstähle (Dübel) aus hochfestem A4-Edelstahl tief im Stein und im Betonfundament zu verankern. Die Mindesteinbindelänge des Dübels in das Bauteil beträgt nach statischen Vorgaben 10 Zentimeter – bei dünneren Platten würde dies unweigerlich zu Bruchstellen oder Abplatzungen führen.

5. Ästhetik und Materialwahl für den historischen Kontext
Neben der Statik legt die Verwaltung großen Wert auf die Wahrung des historischen Ortsbildes. Der Alte Friedhof soll in seiner gedämpften, natürlichen Ästhetik erhalten bleiben. Die Wahl der Steinoberfläche und des Materials spielt hierbei eine tragende Rolle.
Die Restriktion von Hochglanz-Polituren
Auf modernen Rasengräbern oder stark frequentierten Neuanlagen dominieren häufig hochglanzpolierte Granite. Auf dem Alten Friedhof Dörnigheim sind Hochglanz-Polituren jedoch stark eingeschränkt oder aus ästhetischen Gründen unerwünscht, da sie sich visuell nicht in das historische Bild aus alten, verwitterten Grabmalen und dem satten Grün des Baumbestandes einfügen. Die starke Lichtreflexion polierter Steine wirkt in diesem Kontext oft wie ein artifizieller Fremdkörper.
Aus diesen Gründen favorisieren die Prüfbehörden und erfahrene Steinmetze matte, handwerklich bearbeitete Oberflächen. Durch Bearbeitungstechniken wie das Stocken, Scharrieren (das Ziehen feiner, paralleler Rillen), Flämmen oder reine Schleifprozesse wird das Licht diffus gebrochen. Die Farbe des Steins wirkt weicher, wärmer und organischer.
Roter Mainsandstein: Der lokale Klassiker
Ein Material, das diese Anforderungen an eine historische, matte Ästhetik perfekt erfüllt und eine tiefe regionale Verbundenheit aufweist, ist der Main-Sandstein, insbesondere der in der Rhein-Main-Region hochgeschätzte Rote Mainsandstein aus dem fränkischen Röttbach.
Dieser feinkörnige Sandstein aus der Formation des Oberen Buntsandsteins ist tief im regionalen Bau- und Steinmetzhandwerk verankert. Seine physikalischen und chemischen Eigenschaften machen ihn zu einem äußerst beständigen, aber visuell lebendigen Werkstoff.
| Petrographische & physikalische Eigenschaft | Spezifikation (Roter Mainsandstein, Röttbach) |
|---|---|
| Gesteinsart | Sandstein, kieselig-ferritisch gebunden |
| Mineralbestand (Hauptbestandteile) | Quarz (ca. 70 %), Gesteinsfragmente (ca. 12 %), Alkalifeldspat (ca. 7 %) |
| Rohdichte | ca. 2,29 g/cm³ |
| Druckfestigkeit | 96 MPa |
| Wasseraufnahme | ca. 3,9 Massen-% |
| Witterungsbeständigkeit | Frostbeständig, EG-konform |
| Visuelle Charakteristik | Rote bis rotviolette homogene Färbung, feinsandig |
Warum der Rote Mainsandstein ideal ist
Der hohe Quarzanteil von rund 70 Prozent verleiht dem Stein eine enorme Härte und Frostbeständigkeit, während seine offenporige Struktur (Wasseraufnahme ca. 3,9 %) dazu führt, dass das Material über die Jahrzehnte hinweg Feuchtigkeit atmet und eine charakteristische, natürliche Patina ansetzt. Diese leichte Verwitterung ist im historischen Kontext des Alten Friedhofs Dörnigheim kein Makel, sondern eine hochgradig erwünschte Veredelung durch die Natur. Der Sandstein "altert" in Würde und fügt sich nahtlos in das Umfeld jahrhundertealter Baumbestände ein.
Für Angehörige, die einen dunkleren, noch robusteren Stein bevorzugen, bieten sich unpolierte, matt geschliffene Hartgesteine wie Basalt, Diabas oder dunkle Granite an. Diese Gesteine sind extrem dicht, widerstehen Frost-Tau-Wechseln und wirken durch den matten Schliff dennoch geradlinig, erdig und unaufdringlich.
6. Steinmetz-Tipps: Logistik und Umsetzung vor Ort
Die Realisierung eines Grabmals an der Kennedystraße ist ein handwerklicher Kraftakt. Ein Steinmetz muss hier nicht nur formale und statische Hürden meistern, sondern auch erhebliche topografische Restriktionen überwinden.
Enge Wege und das Verbot schwerer Geräte
Die Infrastruktur des Alten Friedhofs entstammt einer Zeit, in der maschinelle Friedhofstechnik unbekannt war. Die Zufahrten über den historischen Kern (Backesweg und Kennedystraße) sind schmal, die Parkplätze stark begrenzt. Die Wege zwischen den Gräberreihen winden sich oft unregelmäßig um alte Grabeinfassungen und die ausladenden Wurzeln der Bäume.
Der Einsatz von schwerem Gerät wie Mobilkränen, Radladern oder großen Transport-LKWs ist hier physisch oft unmöglich und wegen der Gefahr von Flurschäden streng reglementiert. Ein massiver Grabstein, der durch die geforderte 14cm-Regel leicht mehrere hundert Kilogramm auf die Waage bringt, muss daher mit viel traditioneller Handarbeit, speziellen kompakten Raupenkarren, Portalkränen und purer Muskelkraft an die Grabstelle navigiert werden.
Besondere Vorsicht geboten
Schäden an benachbarten, oft historischen Denkmälern müssen bei der Einbringung des Fundamentbetons und dem Setzen des Steins unter allen Umständen vermieden werden. Dies erfordert vom beauftragten Steinmetz eine exzellente logistische Vorplanung und fundierte Ortskenntnis.
Die Kunst der Nachbeschriftung vor Ort
Aufgrund der Tatsache, dass Bestattungen 2026 fast ausschließlich in bestehenden Wahl- und Familiengräbern stattfinden, ist eine der wichtigsten Steinmetz-Dienstleistungen in Dörnigheim die Zweit- oder Nachbeschriftung.
Wenn in einem Familiengrab Dörnigheim eine weitere Person beigesetzt wird, muss der historische Grabstein um einen Namen und Lebensdaten ergänzt werden. Der Abtransport eines schweren, mit Edelstahl- Dübeln im Fundament verankerten Steins über die unwegsamen Friedhofspfade wäre mit enormen Kosten für den Abbau, den Transport ins Werk, den Rücktransport und das Neuversetzen (inklusive neuer Statikprüfung) verbunden. Zudem bestünde das Risiko, die historische Substanz des Steins zu beschädigen.
Typografische Analyse
Der Steinmetz begutachtet den Stein vor Ort, um die exakte Schriftart, die Tiefe des historischen Hiebs und die Spationierung (Abstände) der alten Buchstaben zu analysieren.
Schablonierung & Bearbeitung
Eine passgenaue Schablone wird gefertigt. Anschließend wird der neue Name entweder mittels mobiler Sandstrahltechnik oder durch klassisches, handwerkliches Einmeißeln (im V-Hieb) vertieft in den Stein eingearbeitet.
Pigmentierung & Restauration
Die vertiefte Schrift wird mit spezieller Steinfarbe (z.B. Silber, Gold, Schwarz) oder echtem 24-Karat Blattgold ausgetönt. So entsteht ein harmonischer Gesamteindruck.
Damit der alte und der neue Schriftzug keinen harten Kontrast bilden, ist es ratsam, im Zuge der Nachbeschriftung auch eine schonende Reinigung des alten Steins und eine Auffrischung der bestehenden verblassten Buchstaben durchzuführen. Dabei muss zwingend auf aggressive säurehaltige Hausmittel (wie Essig oder Zitrone) verzichtet werden, da diese kalkhaltige Gesteine oder die Fugen dauerhaft zerstören können. Die Reinigung erfolgt materialschonend mit speziellen neutralen Reinigern und weichen Bürsten.
7. Ihr regionaler Steinmetz: Kurze Wege von Frankfurt-Ost nach Maintal
Wer einen zuverlässigen Partner für die Grabmalgestaltung auf dem Alten Friedhof Dörnigheim sucht, ist auf eine professionelle, regionale Betreuung angewiesen. Die Wahl eines ortskundigen Experten ist angesichts der komplexen Regularien von elementarer Bedeutung.
Unser Steinmetzbetrieb in Frankfurt-Fechenheim – an der direkten Stadtgrenze zu Maintal gelegen – bietet unschätzbare logistische Vorteile. Über die Bundesstraße 8 (Hanauer Landstraße) beträgt die Fahrzeit zum Alten Friedhof Dörnigheim je nach Verkehrslage lediglich 10 bis 15 Minuten. Diese räumliche Nähe macht uns zu Ihrem faktischen "Steinmetz Maintal".
Diese direkte Nähe zu Maintal erlaubt es uns, kurzfristige Vor-Ort-Termine für Fundamentabnahmen oder Maßabgleiche durchzuführen, ohne Ihnen hohe Anfahrtskosten in Rechnung zu stellen. Wir sorgen für eine rechts- und statiksichere Umsetzung nach den aktuellen Vorgaben der Stadt Maintal.
Weitere nützliche Ratgeber & Tools
Nutzen Sie unsere interaktiven Rechner und detaillierten Ratgeber für Ihre Planung:
Grabstein in Maintal (Stand 2026)
Der komplette Leitfaden für alle Vorschriften und Besonderheiten der Maintaler Friedhöfe.
Ratgeber lesen →Grabstein-Kostenrechner
Kalkulieren Sie transparent, individuell und unverbindlich die Kosten für Ihr Grabmal.
Zum Rechner →Neuer Friedhof Dörnigheim 2026
Alle Vorgaben, Rasengräber und Gebühren auf dem Neuen Friedhof im Überblick.
Zum Artikel →8. FAQ: Häufige Fragen
Darf ich ein naturbelassenes Baumgrab auf dem Alten Friedhof Dörnigheim schmücken? +
Nein, das Schmücken von Baumgräbern ist laut Friedhofssatzung strengstens untersagt. Es dürfen keine Kerzen, Pflanzen oder Grabmale errichtet werden. Unberechtigte Gegenstände werden von der Verwaltung sofort entsorgt.
Wo sitzt die Friedhofsverwaltung für Dörnigheim? +
Die Friedhofsverwaltung befindet sich zentral in der Klosterhofstraße 4-6 in 63477 Maintal-Hochstadt. Persönliche Vorsprachen sind 2026 ausschließlich mit vorheriger Terminvereinbarung möglich.
Werden auf dem Alten Friedhof Dörnigheim 2026 neue Reihengräber vergeben? +
Nein, es werden primär keine neuen Reihengräber mehr vergeben. Bestattungen finden fast ausschließlich in bestehenden Wahl- und Familiengräbern statt. Für Familien ohne bestehendes Nutzungsrecht ist der Neue Friedhof Dörnigheim der primäre Ausweichstandort.
Welche Mindeststärke gilt für Grabsteine auf dem Alten Friedhof Maintal? +
Die Stadt Maintal schreibt für alle stehenden Grabmale eine zwingende Mindeststärke von 14 Zentimetern vor. Diese Vorgabe dient der Sicherheit und ermöglicht eine ausreichende Verankerung nach TA-Grabmal.
Was kostet die Genehmigung für einen Grabstein in Maintal? +
Die Stadt Maintal erhebt für die Bearbeitung des Grabmalantrags eine pauschale Genehmigungsgebühr in Höhe von 90,00 Euro.
Was ist der ILO-182 Nachweis und warum wird er benötigt? +
Der ILO-182 Nachweis belegt, dass der Grabstein nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammt. Das Zertifikat muss entlang der gesamten Lieferkette die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen dokumentieren. Fehlt dieser Nachweis, wird die Genehmigung ausnahmslos verweigert.
Quellen und weiterführende Informationen
Die in diesem Ratgeber dargestellten Fakten basieren auf den folgenden Quellen:
- Offizielle Aushänge am Alten Friedhof Dörnigheim – Stand August 2026: Informationen zu Lage (Kennedystraße / Ecke Backesweg), Trauerhallen-Rückbau (August 2025), neuen Technikräumen, WC-Container, Gedenktafel-Integration, Nutzung des Neuen Friedhofs Dörnigheim für Trauerfeiern, Verbot von neuen Reihengräbern, Ruhefristen (30 Jahre Erdbestattung, 15 Jahre Urnenbeisetzung, Verlängerung auf bis zu 80 Jahre) sowie Schließgebot der Tore, Brandschutz- und Schmuckverbote für Baumgräber.
- Friedhofsordnung der Stadt Maintal (Satzung) – Regelungen zu Grabmalantragspflicht, Genehmigungsgebühr 90,00 €, ILO-182-Nachweis (§ 24a FO) und 14-Zentimeter-Mindeststärke für stehende Grabmale.
- Technische Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen (TA-Grabmal) – der Deutschen Naturstein Akademie e.V.: Vorgaben zu horizontalen Prüflasten (300 N bis 1,20 m Höhe, 500 N für höhere Anlagen) und Verankerungstiefen.
- ILO-182-Übereinkommen – der International Labour Organization zum Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit im Natursteinimport.
- Roter Mainsandstein – Vorkommen am südlichen Mainviereck vom Spessart bis zum Odenwald; Druckfestigkeit 96 MPa, Wasseraufnahme ca. 3,9 Massen-%, frostbeständig.
- Schugar Natursteine – langjährige Erfahrung als Steinmetz-Fachbetrieb in Frankfurt-Fechenheim; direkte Anbindung an Maintal über die B8 in 10–15 Minuten; Übernahme der treuhänderischen Abwicklung von Grabmalanträgen, ILO-182-Nachweisen, Fundamentierungen und Vor-Ort-Nachbeschriftungen.
Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtlich bindende Auskünfte kontaktieren Sie bitte die Verwaltung der Stadt Maintal.

Über den Autor
Sebastian Schugar
Sebastian Schugar führt Schugar Natursteine in dritter Generation. Als direkter Nachbar von Maintal ist der Steinmetz-Fachbetrieb in Frankfurt-Fechenheim tief verwurzelt und betreut Familien in der Region zuverlässig. Er kennt die exakten Vorschriften und Genehmigungswege in Maintal im Detail und sorgt für eine rechtssichere, stressfreie Umsetzung nach der aktuellen Friedhofsordnung.
Planen Sie Ihr Grabmal für den Alten Friedhof Dörnigheim
Wir beraten Sie persönlich zu allen historischen Gestaltungsmöglichkeiten und der aktuellen Satzung. Vom Erstentwurf bis zur Aufstellung begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess – mit regionaler Nähe, handwerklicher Erfahrung und voller Übernahme der Bürokratie.
📞 Beratung für Maintal
069 413858
Mo–Fr 8:00–17:00 Uhr
📧 Nachricht senden
Anfrage stellen📍 Vor Ort in Fechenheim
Hanauer Landstraße 555
60386 Frankfurt am Main