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Frankfurt

Friedhof Bornheim: Grabarten, Grabstein-Regeln und Steinmetz-Tipps 2026

Wer eine Beisetzung auf dem Friedhof Bornheim plant oder ein Grabmal auswählt, steht in dieser ohnehin schweren Zeit oft vor vielen organisatorischen und emotionalen Fragen. Dieser umfassende Ratgeber fasst die wichtigsten Informationen zu den spezifischen Grabarten, der aktuellen Frankfurter Friedhofsordnung, den strengen Vorgaben zur Standsicherheit sowie tiefe Einblicke in die Denkmalpflege auf dem Friedhof Bornheim verständlich für Sie zusammen.

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Friedhof Bornheim Frankfurt: Grabarten, Grabstein-Auswahl und historischer Baumbestand

1. Friedhof Bornheim: Lage, Infrastruktur und Charakter der Anlage

Der kommunale Friedhof Bornheim befindet sich im Nordosten des lebendigen, dicht besiedelten Frankfurter Stadtteils Bornheim. Mit einer beeindruckenden Gesamtfläche von etwa 8,3 Hektar und einem Bestand von rund 10.500 Grabstellen gehört er zu den mittelgroßen bis großen Stadtteilfriedhöfen der Mainmetropole. Für viele Einheimische ist diese Anlage – die bereits im Jahr 1851 während einer Phase enormen städtebaulichen Wachstums eröffnet wurde – eine heilsame Oase der Ruhe, die einen Kontrast zum urbanen Treiben der nahen Berger Straße bildet.

Besucherinformationen auf einen Blick

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Adresse & Anfahrt

Friedhof Bornheim
Dortelweiler Straße 104
60389 Frankfurt am Main

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Öffnungszeiten

  • Sommer (Mai–Aug): 07:00 – 21:00 Uhr
  • Winter (Nov–Feb): 07:00 – 17:00 Uhr
  • Sonn- & Feiertage: Öffnung ab 09:00 Uhr
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Parkplätze, ÖPNV & Trauerhalle

Mit dem Auto: Direkt am Haupteingang an der Dortelweiler Straße befindet sich ein dedizierter, gebührenpflichtiger Parkplatz. Dies erleichtert besonders älteren Angehörigen die Anreise erheblich, da der Parkraum im Stadtteil Bornheim stark begrenzt ist.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (RMV): Die Anbindung an den Nahverkehr ist hervorragend ausgebaut. Sie erreichen den Haupteingang direkt und barrierefrei mit der Buslinie M34 (Ausstieg an der Haltestelle „Friedhof Bornheim“). Alternativ können Sie die Straßenbahnlinie 18 oder die Buslinie 30 nutzen. Wenn Sie mit der U-Bahn-Linie U4 anreisen, empfiehlt sich der Ausstieg an der zentralen Station „Bornheim Mitte“. Von dort gelangen Sie entweder durch eine kurze Weiterfahrt mit dem Metrobus oder einen kurzen Fußweg direkt zur Anlage.

Auf dem Gelände in Bornheim selbst befindet sich zudem eine voll ausgestattete Trauerhalle, die mit 60 Sitzplätzen einen würdevollen und intimen Rahmen für mittelgroße Trauerfeiern bietet.

2. Historisches Erbe: Das Gewann B und die Frankfurter Steinmetzkunst

Der Friedhof Bornheim ist ein dreidimensionales Geschichtsbuch. Seine atmosphärische Wirkung wird durch den majestätischen, teils über hundertjährigen Baumbestand geprägt, der die engen, verwinkelten Wege der historischen Abteilungen säumt.

Besonders eindrucksvoll ist das sogenannte „Gewann B“. Dieses Areal gleicht einem Freilichtmuseum für die meisterhafte Steinmetzkunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, in dem nahezu alle Monumente unter strengem städtischen Denkmalschutz stehen. In der florierenden Hochphase zwischen 1901 und 1912 dominierte hier ein Material: hochpolierter, schwarzer schwedischer Granit (oft ein Syenit oder Diabas). Dieser extrem harte Stein war ein absolutes Statussymbol des Frankfurter Bürgertums.

Renommierte Bildhauerwerkstätten und Steinmetz-Altmeister wie Briel-Grimm und die Gebrüder Wagner prägten diese Ära maßgeblich. Beeindruckende Beispiele dieser Handwerkskunst sind bis heute erhalten:

  • Das Grab der Familie Kaufmann (1904, Gebr. Wagner): Eine massige ädikulaartige Stele im Stil der Neorenaissance mit detailreichen Bronzekapitellen.
  • Das Grab der Familie Heberer (1912, Briel-Grimm): Ein vertikaler, monolithischer Obelisk, der die strenge Linienführung der Vor-Kriegs-Zeit repräsentiert.
  • Das Grab der Familie Hofmann (1903, Briel-Grimm): Einer der frühen Syenit-Obelisken, der diesen architektonischen Trend in Frankfurt einleitete.

Wir Steinmetze von heute sehen uns in der Pflicht, diese historische Präzision zu wahren, sie behutsam zu restaurieren und in moderne, zeitgemäße Formsprachen zu übersetzen.

3. Zuständigkeiten: Friedhofsverwaltung und Grünflächenamt

Nach einem Trauerfall sind Angehörige oft durch die Vielzahl an formalen und bürokratischen Hürden massiv überfordert. Ein wichtiges administratives Detail, das oft zu Verwirrung führt: Obwohl der Friedhof direkt in Bornheim liegt, befindet sich die zuständige Verwaltung für diesen Bereich (organisiert als Friedhofsbezirk Mitte) nicht in einem Büro vor Ort, sondern deutlich zentraler in der Eckenheimer Landstraße 194.

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Genehmigungen laufen über das Grünflächenamt

Die Einbringung, bauliche Veränderung, Restaurierung oder auch die finale Entfernung eines Grabmals auf dem Friedhof Bornheim ist strikt genehmigungspflichtig und darf unter keinen Umständen ohne vorherige behördliche Zustimmung erfolgen. Dieser gesamte administrative Prozess wird zentral über das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main (Abteilung Friedhofsangelegenheiten) mit Sitz in der Adam-Riese-Straße 25 (PLZ 60327) gesteuert.

Ein eigenmächtiges, ungenehmigtes Vorgehen auf dem Friedhofsgelände führt unweigerlich zur sofortigen Anordnung der kostenpflichtigen Entfernung des Steins durch die Friedhofsverwaltung und kann im schlimmsten Fall den Entzug der Gewerbezulassung für den ausführenden Betrieb nach sich ziehen.

Der formale Antrags- und Abnahmeprozess

Der formelle Antrag auf Genehmigung eines Grabmals muss zwingend in Textform und stets vor der physischen Aufstellung des Steins eingereicht werden. Dem behördlichen Antrag sind zwingend mindestens zweifache Ausfertigungen des handwerklichen Entwurfs beizufügen. Die Stadt Frankfurt fordert in diesen Plänen hochdetaillierte Angaben zum exakten Grundriss der Grabanlage, zur Materialbeschaffenheit des Steins, zur Oberflächenbearbeitung sowie zur geplanten Fundamentierung und Verdübelung.

Der bürokratische Prozess endet zudem nicht mit dem Aufbau: Nach erfolgter Montage des Grabmals auf dem Friedhof Bornheim ist der Friedhofsverwaltung unaufgefordert eine formelle Abnahmebescheinigung vorzulegen. Diese Bescheinigung dokumentiert die fachgerechte und dauerhaft standsichere Ausführung nach den aktuellen handwerksrechtlichen Normen und schützt die Stadt Frankfurt vor Haftungsansprüchen bei umstürzenden Steinen. Als Ihr lokaler Steinmetz übernehmen wir diesen gesamten, nervenaufreibenden Prozess vollständig für Sie.

4. Die Frankfurter Friedhofsordnung 2025: TA-Grabmal und Gebühren

Die Gestaltung von Grabstätten auf den kommunalen Friedhöfen der Stadt Frankfurt unterliegt strengen reglementarischen Vorgaben, die den ästhetischen, ethischen und vor allem sicherheitstechnischen Charakter der Anlagen wahren sollen. Der Genehmigungsprozess und die städtische Gebührenstruktur differenzieren sich dabei primär nach der physischen Dimension des geplanten Monuments:

  • Kleine Grabmale (Bauhöhe bis max. 50 cm): Hier greift ein vereinfachtes Verfahren, das häufig für Liegesteine, kleine Kissensteine, Pultsteine oder flache Rasenplatten angewandt wird. Die städtische Gebühr liegt hier derzeit bei 101,00 Euro.
  • Große Grabmale (Bauhöhe über 50 cm): Hier ist ein erweitertes Verfahren fällig, welches die zwingend erforderliche Prüfung der Statik und Fundamentierung nach den Vorgaben der TA-Grabmal inkludiert. Die Gebühr für diesen komplexeren Antragsprozess beträgt 135,00 Euro.
⚖️

Warum Statik so wichtig ist (TA-Grabmal)

Die physische Stabilität der Grabmale ist eine absolut zentrale Anforderung, um die Verkehrssicherheit auf dem gesamten Friedhofsgelände zu jeder Zeit und bei jeder Witterung zu gewährleisten. Die Friedhofsordnung (spezifisch § 27 Abs. 2) referenziert hierbei konsequent die „Technische Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen“ (TA-Grabmal). Diese gibt uns Steinmetzen nicht verhandelbare Mindeststärken vor, die direkt mit der Höhe des Steins korrelieren:

  • Liegende Grabmale (Pultsteine, Kissen): mindestens 0,08 Meter (8 cm) stark. Hier muss handwerklich absolute Frostsicherheit bei der flachen Verlegung garantiert werden.
  • Stehende Grabmale bis 0,80 m: mindestens 0,12 Meter (12 cm) stark. Dies ist das Standardmaß für klassische Reihengräber.
  • Stehende Grabmale bis 1,10 m: mindestens 0,14 Meter (14 cm) stark. Dieses oft für repräsentative Einzelgräber gewählte Maß erfordert aufgrund des erhöhten Materialgewichts eine deutlich robustere Dübeltechnik.
  • Familiengrabmale bis 1,50 m: mindestens 0,16 Meter (16 cm) stark. Ein typisches Maß für große Wahlgräber, bei dem für die Aufstellung in Bornheim zwingend schweres Hebegerät erforderlich wird.
  • Monumente ab 1,50 m: mindestens 0,18 Meter (18 cm) stark. Solche massiven Anlagen oder historische Zitate benötigen zwingend eine tiefe Fundamentierung unterhalb der Frostgrenze.

Diese strikten gesetzlichen Dimensionierungsvorgaben haben tiefgreifende direkte Auswirkungen auf den Materialeinkauf, das Gesamtgewicht der Grabanlage und die damit verbundenen Logistik- und Montagekosten. Letzteres gilt ganz besonders auf älteren Anlagen wie dem Friedhof Bornheim, dessen teils extrem enge, historische Wege den Transport massiv erschweren.

Genau diese unumgänglichen technischen Vorschriften sind der Grund, warum seriöse, zulassungsfähige Handwerksarbeit ihren Preis hat. Eine billige, oft zu dünne Importware aus dem Internet wird vom Grünflächenamt auf Frankfurter Friedhöfen schlichtweg keine Aufstellgenehmigung erhalten. Als lokaler Steinmetz nutzen wir diese Parameter in unseren Beratungsgesprächen, um unsere Preisbildung für Sie radikal transparent und nachvollziehbar zu gestalten.

5. Materialethik und Gestaltung: ILO-182 Nachweis und Politur-Verbote

Die Friedhofsordnung der Stadt Frankfurt legt historisch bedingt größten Wert auf eine harmonische, dem Ort angemessene und würdevolle Materialwahl. Erlaubt sind für die Grabmalgestaltung vornehmlich klassischer Naturstein, beständiges Holz und handwerklich bearbeitetes Metall wie Bronze oder Schmiedeeisen. Synthetische Kunststoffe, grelle, unnatürliche Farben oder stark reflektierende, spiegelnde Materialien, die das architektonische und landschaftliche Gesamtbild der Anlage stören könnten, sind auf dem Friedhof Bornheim prinzipiell und ausnahmslos untersagt.

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Der Schutz vor Kinderarbeit (§ 24a)

Ein ethisch zentraler und gesellschaftspolitisch hochrelevanter Punkt der Friedhofsordnung (§ 24a) ist der strenge juristische Ausschluss von Steinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit. Für absolut jeden verwendeten Naturstein muss beim Grünflächenamt lückenlos und zertifiziert nachgewiesen werden, dass dieser vom ersten Abbau im Steinbruch bis zum geschliffenen Endprodukt ohne die "schlimmsten Formen von Kinderarbeit" (gemäß dem internationalen ILO-Übereinkommen Nr. 182) gefertigt wurde.

Akzeptiert werden hierfür anerkannte Zertifikate unabhängiger Prüforganisationen oder Dokumentationen, die eine Herstellung innerhalb der EU, des EWR oder der Schweiz zweifelsfrei belegen. Wir setzen daher proaktiv auf exzellente, ethisch unbedenkliche Materialien – wie den regional stark verwurzelten Frankfurter Mainsandstein, widerstandsfähige skandinavische Granite oder edlen alpinen Kalkstein.

Das Politur-Verbot auf Rasengräbern

Eine weitere essenzielle gestalterische Einschränkung, die oft zu Überraschungen führt, betrifft die Rasen- und Wiesenbereiche des Friedhofs. Hier gilt ein absolutes, striktes Politur-Verbot für jegliche bodengleiche Platten.

Dies hat zwei gute Gründe: Einerseits stellen polierte Steinoberflächen bei Nässe durch Regen oder Tau eine erhebliche Rutschgefahr für Friedhofsbesucher und das städtische Pflegepersonal dar. Andererseits reflektieren sie das einfallende Sonnenlicht auf eine unnatürliche Weise, die den organischen, naturnahen Charakter des Trauerhains oder der weitläufigen Rasenfläche massiv stört.

Die genehmigungsfähige Premium-Lösung sind hier rein handwerklich veredelte Oberflächen: Wir flämmen, stocken, bürsten oder scharrieren den Naturstein, um ihm eine unvergleichlich warme, rutschfeste und edle Haptik zu verleihen, die sich perfekt in die natürliche Umgebung Bornheims einfügt.

6. Grabarten im Fokus: Vom Wahlgrab bis zum Magnolienhain

Die fortschreitende Diversifizierung und Individualisierung der europäischen Bestattungskultur spiegelt sich in voller Bandbreite auf dem Friedhof Bornheim wider. Die tiefe Kenntnis dieser spezifischen Grabarten ist für die Planung unabdingbar, da jede Grabform völlig andere handwerkliche Vorgaben und Pflegeaufwände mit sich bringt.

Wahlgrabstätten (Erd- und Urnenbestattungen)

Wahlgräber erlauben die individuelle, persönliche Auswahl des exakten Standorts auf dem Friedhofsgelände. Ein entscheidender Vorteil für Familien ist hier, dass eine Verlängerung der Nutzungsrechte über Generationen hinweg problemlos möglich ist. Dies prädestiniert diese Grabart für aufwendige, mehrteilige Familiengrabmale, Gruften und hochpreisige bildhauerische Arbeiten, da die emotionale und finanzielle Investition der Familie langfristig gesichert bleibt.

Reihengrabstätten (Erd- und Urnenbestattungen)

Im Gegensatz zum Wahlgrab werden die klassischen Reihengrabstätten von der Friedhofsverwaltung streng chronologisch vergeben. Angehörige haben hier keinen Einfluss auf die Lage des Grabes. Ein weiterer wichtiger Unterschied: Die Nutzungsdauer dieser Gräber kann nach Ablauf der gesetzlichen Ruhefrist unter keinen Umständen verlängert werden. Nach Ablauf dieser Frist werden wir als Steinmetzbetrieb oft mit der diskreten Räumung und fachgerechten Entsorgung des Grabmals beauftragt.

Urnenkammern (Kolumbarium)

Für Platzsparer und Befürworter der Feuerbestattung bietet Bornheim architektonisch in das Friedhofsbild integrierte Urnenwände an. Diese erfordern keine vollplastischen Monumente, generieren aber den Bedarf an standardisierten, exakt passgenauen Verschlussplatten. Wir individualisieren diese Natursteinplatten mit hoher handwerklicher Präzision durch aufwendige Sandstrahlgravuren, aufgesetzte, handpatinierte Bronzeschriften oder filigrane Ornamente.

Rasengräber

Immer beliebter werden pflegefreie Rasengräber, bei denen es sich um speziell angelegte, von der Stadt gepflegte Wiesenflächen handelt. Hier sind meist nur liegende, nicht polierte Kissensteine oder flache, bodengleiche Platten gemäß den strengen städtischen Maximalmaßen (in der Regel 0,45 Meter × 0,45 Meter) erlaubt. Bei dieser Grabart überzeugt das handwerkliche Denkmal nicht über die Masse des Steins, sondern vielmehr über die Exklusivität der Oberflächenbearbeitung und der gewählten Typografie.

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Der Magnolienhain in Bornheim

Eine absolute topografische Besonderheit ist der im Jahr 2018 feierlich eröffnete, rund 850 Quadratmeter große Magnolienhain. In diesem speziellen Trauerhain können rund um jeden gepflanzten Magnolienbaum bis zu 24 Urnen kreisförmig beigesetzt werden.

Diese stark naturnahe Bestattungsform erfordert einen behutsamen Ansatz: Auf ausladende steinerne Monumente wird hier bewusst verzichtet. Die Gedenkorte werden stattdessen durch extrem dezente, langlebige Bronzeplaketten, kleine Findlinge oder baumschonende Markierungen würdevoll gekennzeichnet.

Anonyme Bestattungen

Diese Beisetzungen finden auf einem zentralen Gedenkplatz des Friedhofs statt. Da hierbei jedoch komplett auf eine namentliche Kennzeichnung der individuellen Grabstelle durch einen Steinmetz verzichtet wird, entfallen klassische handwerkliche Arbeiten bei dieser Bestattungsform.

7. Lokale Verbundenheit: Pflege, Logistik und das "Bernemer" Lebensgefühl

Bornheim ist in der Wahrnehmung seiner Bewohner kein anonymes Großstadtviertel, sondern wird stolz und liebevoll das „Lustige Dorf“ genannt. Dieser Stadtteil zeichnet sich durch einen unverkrampften, aber sehr bewussten Lokalpatriotismus aus. Von der alljährlichen "Bernemer Kerb" am traditionsreichen Festplatz an der Johanniskirche (im Volksmund "Zwiwwelkerch" genannt), über alteingesessene Karnevalsvereine wie die "Bernemer Käwwern", bis hin zu urigen Traditionsgaststätten wie dem "Bernemer Fass" in der Ringelstraße – hier kennt und schätzt man sich. Während die Berger Straße als urbane, kommerzielle Lebensader pulsiert, hat sich in den kleinen Seitenstraßen eine fast dörfliche, eng vernetzte Gemeinschaftlichkeit bewahrt, in der auch der lokale Frankfurter Dialekt noch gepflegt wird.

Genau diese Nahbarkeit und Nachbarschaftlichkeit bringen wir auch auf den Friedhof. Als erfahrener Steinmetz wissen wir, dass der majestätische, teils über hundertjährige Baumbestand und die extrem enge, verwinkelte Wegeführung in den historischen Bereichen (wie dem Gewann B) bei der Montage tonnenschwerer Natursteine ein extremes Maß an planerischem Geschick erfordern. Die Frankfurter Friedhofsordnung verbietet das Befahren der Wege für Privatpersonen grundsätzlich. Selbst für zugelassene Gewerbetreibende wie uns gelten strengste Auflagen, darunter eine rigide Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 15 km/h, um Lärmbelästigungen zu vermeiden und die Verkehrssicherheit zu garantieren. Unser Montageteam navigiert schweres Hebegerät so behutsam, dass das historische Wurzelwerk der Bäume absolut unversehrt bleibt.

Auch bei der langfristigen Grabpflege setzen wir voll auf das bewährte "Bernemer" Netzwerk. Ein Steinmetz kümmert sich primär um die chemiefreie Reinigung, die handwerkliche Substanz und die statische Standsicherheit des Denkmals. Für die regelmäßige florale und grüne Gestaltung empfehlen wir unseren Kunden jedoch aus voller Überzeugung hochgeschätzte lokale Partner wie die Gärtnerei Klumpen oder Blumen Woller. Diese Betriebe sind praktischerweise direkt an der Dortelweiler Straße gegenüber dem Friedhof ansässig, kennen die spezifischen Bodenverhältnisse der Anlage blind und runden das Angebot für Angehörige perfekt ab.

8. Ablauf: In 8 Schritten zum Grabmal

1

Erstberatung

Wir treffen uns direkt vor Ort am Parkplatz Dortelweiler Straße oder in unserer Werkstatt und besprechen Ihre Wünsche.

2

Prüfung der Vorgaben

Wir analysieren das konkrete Grabfeld (z.B. Gewann B vs. Magnolienhain) auf lokale Satzungsbeschränkungen.

3

Materialauswahl

Fokus auf langlebige, ILO-182 zertifizierte europäische Natursteine.

4

Technischer Entwurf

Wir erstellen Skizzen und berechnen die Fundamentierung exakt nach den Vorgaben der TA-Grabmal.

5

Amts-Abwicklung

Einreichung aller Dokumente und Statik-Nachweise beim Grünflächenamt (Adam-Riese-Str.) – wir strecken die Gebühren vor.

6

Handwerkliche Fertigung

Umsetzung Ihrer individuellen Typografie und Oberflächenbearbeitung (z.B. scharriert statt poliert).

7

Sichere Aufstellung

Fachgerechte Montage unter Rücksichtnahme auf den historischen Baumbestand (Maximal 15 km/h Zufahrtsgeschwindigkeit).

8

Dauerhafte Betreuung

Wir bleiben Ihr lokaler Ansprechpartner für Grabeinfassungen, Reinigungen oder spätere Nachbeschriftungen.

9. Häufige Fragen (FAQ) der Bornheimer Angehörigen

Wo parken am Friedhof Bornheim? +

Besucher können direkt am Haupteingang an der Dortelweiler Straße 104 einen dedizierten, gebührenpflichtigen Parkplatz nutzen.

Was kostet ein Urnengrabstein auf dem Friedhof Bornheim? +

Für ein klassisches Urnenwahlgrab inklusive handwerklicher Bearbeitung, Grabeinfassung und Montage sollten Sie mit Einstiegskosten ab ca. 1.550 Euro rechnen. Hinzu kommen die städtischen Genehmigungsgebühren von 101 bis 135 Euro.

Warum darf ich keine polierte Platte auf dem Rasengrab verwenden? +

Die Stadt Frankfurt untersagt dies aus Sicherheitsgründen (Rutschgefahr bei Nässe) und um das natürliche Gesamtbild zu wahren. Matte, gestockte Bearbeitungen sind die vorgeschriebene Alternative.

Wer pflegt Gräber in Bornheim? +

Um die professionelle Steinreinigung kümmert sich der Steinmetz. Für die florale Bepflanzung empfehlen wir lokale Institutionen direkt gegenüber dem Friedhof, wie die Gärtnerei Klumpen oder Blumen Woller.

Wie funktioniert die Nachbeschriftung eines Grabsteins in Bornheim? +

Wir bieten einen schnellen Vor-Ort-Service an. Mit mobiler Handwerkstechnik können Zweitbeschriftungen direkt am Grab durchgeführt werden, ohne den Stein teuer demontieren zu müssen.

Kann man einen Grabstein abbauen lassen in Frankfurt? +

Ja, nach Ablauf der gesetzlichen Ruhefrist (bei Reihengräbern) übernehmen wir die diskrete Räumung, den sicheren Abbau und die fachgerechte Entsorgung des alten Grabmals.

10. Fazit & Ihr lokaler Steinmetz-Kontakt

Der Friedhof Bornheim ist ein komplexer Mikrokosmos städtischer Erinnerungskultur. Wer hier ein beständiges Denkmal setzen möchte, benötigt tiefes Wissen über Denkmalpflege, strenge Statikvorgaben und die besonderen Charakteristika der Frankfurter Friedhofssatzung.

Vertrauen Sie auf ehrliches Handwerk, das die "Bernemer" Werte von Nachbarschaft, Respekt und Beständigkeit lebt. Wir von Schugar Natursteine (mit Sitz im nahen Fechenheim) begleiten Sie von der ersten Skizze bis zur sturmsicheren Montage am Grab. Wir nehmen Ihnen die Behördengänge ab, bewahren Sie vor Fehlkäufen im Internet und schaffen einen Ort der Erinnerung, der der Einzigartigkeit eines jeden Lebens gerecht wird.

Sebastian Schugar Profilbild – Steinmetz Frankfurt

Über den Autor

Sebastian Schugar – Schugar Natursteine

Sebastian Schugar ist Steinmetz in dritter Generation. Mit Betriebssitz im Frankfurter Osten (Fechenheim) kennt er die geologischen Herausforderungen, historischen Wurzeln und die behördlichen Genehmigungswege der Stadt Frankfurt bis ins Detail.

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