Parkfriedhof Heiligenstock in Frankfurt: Grabarten, Grabstein-Regeln, Kosten und praktische Tipps
Wer eine Beisetzung auf dem Parkfriedhof Heiligenstock plant oder ein Grabmal auswählt, steht oft vor vielen Fragen. Dieser Ratgeber fasst die wichtigsten Informationen zu Grabarten, Besonderheiten der Frankfurter Friedhofsordnung und städtischen Gebühren verständlich, sachlich und aktuell zusammen.
Lassen Sie sich diesen hyperlokalen Ratgeber in Sekundenschnelle zusammenfassen.

📑 Inhaltsverzeichnis
1. Parkfriedhof Heiligenstock: Lage, Charakter und Bedeutung
Der Parkfriedhof Heiligenstock ist ein städtischer Friedhof im Nordosten Frankfurts. Er liegt an der Friedberger Landstraße 647, 60389 Frankfurt am Main, nahe der Stadtgrenze zu Bad Vilbel. Verwaltet wird die Anlage über den Friedhofsbezirk Ost.
Nach den offiziell veröffentlichten Friedhofsdaten umfasst der Heiligenstock rund 17,4 Hektar und verfügt über etwa 10.200 Grabstellen. Damit gehört er zu den größeren und für den Frankfurter Osten besonders wichtigen Friedhofsanlagen. Angelegt ist er als Parkfriedhof mit waldähnlichem Charakter. Der Baumbestand, die offene Topografie und die ruhige Lage prägen die Atmosphäre deutlich anders als auf dichter bebauten Innenstadtfriedhöfen.
Gerade das macht den Standort für viele Familien attraktiv: Der Parkfriedhof Heiligenstock verbindet die Funktionen eines kommunalen Friedhofs mit einer eher landschaftlichen, ruhigen Umgebung. Für Trauerfeiern und spätere Grabbesuche ist das für viele Menschen ein wichtiger Faktor.
2. Adresse, Kontakt und Anfahrt
Für Besucherinnen und Besucher sowie für Angehörige, Bestatter und Steinmetze sind die wichtigsten Kontaktdaten:
- Adresse: Friedberger Landstraße 647, 60389 Frankfurt am Main
- Zuständigkeit: Friedhofsbezirk Ost
- Telefon: 069 / 212 - 38506 (weiteres Telefon laut offizieller Friedhofsseite: 069 / 212 - 34972)
- E-Mail: friedhofsverwaltung.ost@stadt-frankfurt.de
Anfahrt zum Parkfriedhof Heiligenstock
Der Parkfriedhof Heiligenstock ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Offiziell genannt werden die Buslinie 30 sowie die Expressbuslinie X97 (Haltestelle: Parkfriedhof).
Für viele Familien im Raum Frankfurt, Bad Vilbel und Wetterau ist das ein echter Vorteil, vor allem wenn nicht alle Trauergäste mit dem Auto anreisen. Wer mit dem Pkw kommt, findet am Haupteingang Parkmöglichkeiten. Aus der lokalen Recherche ergibt sich allerdings auch: Gerade werktags kann die Parksituation zeitweise angespannt sein. Hintergrund ist die Lage an der Stadtgrenze und der damit verbundene Pendlerverkehr. Deshalb gilt der praktische Rat, am Tag der Trauerfeier ausreichend Zeitpuffer einzuplanen und auf die Parkbeschilderung vor Ort genau zu achten.
3. Öffnungszeiten und praktische Besuchsplanung
Die Besuchszeiten des Friedhofs werden in Frankfurt saisonal angepasst. Wer den Parkfriedhof Heiligenstock besuchen möchte, sollte die aktuellen Öffnungszeiten vorab auf der offiziellen Friedhofsseite prüfen.
Aus der vorliegenden Recherche ergeben sich typische saisonale Öffnungszeiten, die sich an Tageslicht und Verkehrssicherung orientieren. Für Angehörige wichtig ist dabei vor allem: Im Sommer sind Besuche deutlich länger möglich als in den Wintermonaten. An Sonn- und Feiertagen beginnt der Zugang später als an Werktagen.
Für die Planung von Trauerfeiern und späteren Grabbesuchen ist außerdem relevant, dass das Gelände weitläufig ist. Je nach Zielpunkt auf dem Friedhof können die Wege spürbar länger sein als auf kleineren Stadtteilfriedhöfen.
4. Die Trauerhalle am Heiligenstock
Das architektonische Zentrum des Friedhofs ist die Trauerhalle mit rund 150 Sitzplätzen. Sie wurde nach Plänen des Architekten Max Bächer realisiert und gilt als eines der markantesten Beispiele moderner Sepulkralarchitektur in Frankfurt.
- das Kuppeldach
- das große Oberlicht
- die zurückhaltende, bewusst offene Gestaltung
- die Eignung für weltliche ebenso wie konfessionelle Trauerfeiern
Besonders bemerkenswert ist das oft beschriebene „optische Kreuz“: Statt eines dauerhaft dominierenden christlichen Kreuzes entsteht die Kreuzform architektonisch durch Licht und Raumwirkung. Diese Gestaltung wird häufig als Ausdruck einer modernen, inklusiven Friedhofsarchitektur verstanden. Für eine vielfältige Stadt wie Frankfurt ist das mehr als ein gestalterisches Detail: Es macht die Trauerhalle für unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Abschiedsformen nutzbar.
5. Welche Grabarten gibt es auf dem Parkfriedhof Heiligenstock?
Laut offizieller Friedhofsseite werden auf dem Parkfriedhof Heiligenstock derzeit insbesondere folgende Grabarten angeboten: Erdwahlgräber, Rasenerdwahlgräber, Urnenwahlgräber, Rasenurnenwahlgräber mit zentraler Ablage, Urnenwahlgräber im Trauerhain, Erdreihengräber, Rasenerdreihengräber, Urnenreihengräber, Rasenurnenreihengräber und ein muslimisches Grabfeld.
Diese Auswahl zeigt sehr gut, wie stark sich Friedhofskultur in Frankfurt verändert hat. Neben klassischen Erdgräbern gibt es heute deutlich mehr pflegearme, naturnahe und religiös spezifische Bestattungsformen als noch vor wenigen Jahrzehnten.
Reihengrab oder Wahlgrab: Der wichtigste Unterschied
Das Reihengrab: Wird von der Friedhofsverwaltung zugeteilt (Lage nicht frei wählbar). Erwerb in der Regel für 20 Jahre, keine Verlängerung möglich. Nach Ablauf räumt die Stadt die Grabstätte ab.
Das Wahlgrab: Wird gemeinsam mit der Friedhofsverwaltung ausgewählt. Nutzungsrecht in der Regel für 25 Jahre, Beisetzung mehrerer Särge/Urnen möglich und – ganz wichtig – die Nutzungszeit ist verlängerbar. Ideal für langfristige Familiengräber.
Rasengrab am Heiligenstock: pflegearm, aber mit klaren Regeln
Rasengräber sind in Frankfurt stark nachgefragt, weil sie Angehörige von der laufenden Grabpflege entlasten. Die Pflege der Rasenfläche übernimmt die Friedhofsverwaltung. Das bedeutet aber auch, dass die gestalterische Freiheit deutlich eingeschränkt ist:
- Keine stehenden Grabsteine oder klassischen Einfassungen.
- Keine individuelle Bepflanzung oder dauerhafte Ablage von Pflanzschalen.
- Zulässig sind in der Regel nur bodengleiche Liegesteine oder Grabplatten (häufig zwingend matt bearbeitet).
Trauerhain und Baumgrab
Eine besondere Form der Urnenbestattung ist der Trauerhain – ein naturnaher Bestattungsbereich innerhalb des Friedhofs. Das bietet die Vorteile einer festen Infrastruktur (sanitäre Anlagen, Winterdienst) und guten Erreichbarkeit, vereint mit der Natur. Im Trauerhain gibt es keine individuelle Grabpflege; Wahlgrabstätten dürfen jedoch mit einer bodengleichen Grabplatte gekennzeichnet werden.
Muslimisches Grabfeld
Der Parkfriedhof Heiligenstock gehört zu den Frankfurter Friedhöfen mit speziell gestalteten Grabfeldern für islamische Bestattungen. Die wesentlichen Merkmale sind die Ausrichtung der Gräber nach Süd-Südost (Richtung Mekka), die Bestattung nach islamischem Ritus und die Möglichkeit zur Bestattung im Leichentuch.
6. Grabstein am Parkfriedhof Heiligenstock: Was ist erlaubt?
Grundregel: Ohne Antrag kein Grabmal
Nach den offiziellen Auszügen aus der Friedhofsordnung gilt: Vor jeder Neueinbringung eines Grabmals (auch Einfassungen oder sicherheitsrelevante Änderungen) ist ein Antrag in Textform zu stellen. Die Stadt stellt dafür den „Grabmalantrag klein“ (bis 50 cm) und „Grabmalantrag groß“ (ab 50 cm) bereit. In der Praxis übernimmt dies der beauftragte Steinmetz.
Materialien: Zertifizierung gegen Kinderarbeit zwingend erforderlich
Nach § 24a der Friedhofsordnung dürfen Grabsteine in Frankfurt nur aufgestellt werden, wenn sie nachweislich ohne schlimmste Formen von Kinderarbeit im Sinne des ILO-Übereinkommens Nr. 182 hergestellt wurden. Die Herkunft des Steins muss nachvollziehbar sein, weshalb nicht jeder günstige Importstein genehmigungsfähig ist.
Standsicherheit und Verkehrssicherheit
Ein stehender Grabstein muss fachgerecht gegründet und montiert werden. Die Friedhofsordnung verpflichtet Nutzungsberechtigte dazu, Grabmale dauerhaft in einem verkehrssicheren Zustand zu halten. Zudem muss jede Grabstätte so gestaltet werden, dass die Würde des Friedhofs gewahrt bleibt (zugelassen sind v.a. Naturstein, Holz, Metall).
7. Wie läuft ein Grabmalauftrag in der Praxis ab?
Grabart klären
Zunächst steht fest, ob es sich um ein Reihen- oder Wahlgrab, Erd- oder Urnengrab, Rasengrab oder Trauerhain handelt.
Entwurf & Material
Form, Größe, Oberfläche, Schrift und Steinart werden abgestimmt.
Grabmalantrag stellen
Der Steinmetz reicht die technischen Unterlagen bei der Friedhofsverwaltung ein.
Genehmigung abwarten
Erst nach erteilter Genehmigung durch das Amt erfolgt die endgültige Umsetzung.
Fertigung & Versetzen
Das Grabmal wird gefertigt, beschriftet und sicher montiert.
Pflege
Auch nach dem Setzen müssen Standfestigkeit und Zustand dauerhaft gewährleistet bleiben.
8. Was kostet eine Grabstätte auf dem Parkfriedhof Heiligenstock?
Bei den Kosten muss man grundsätzlich zwischen städtischen Nutzungsgebühren, Bestattungsgebühren und externen Leistungen (Bestatter, Steinmetz, etc.) unterscheiden. (Die nachfolgenden Zahlen beruhen auf der Frankfurter Gebührenordnung ab 01.01.2025, Stand 24.04.2026).
Weitere städtische Bestattungs- und Infrastrukturgebühren
- Erdbestattung im Sarg: 1.412,00 €
- Urnenbeisetzung in ein Erdgrab: 891,00 €
- Nutzung der Trauerhalle (30 Min.): 228,00 €
- Nutzung des Raums für rituelle Waschungen: 177,00 €
- Bearbeitung Grabmalantrag: 98,00 € | Genehmigung: 122,00 €
Beispielrechnung für ein einfaches Urnenreihengrab: Rechnet man Nutzungsrecht (435€), Urnenbeisetzung (891€) und Trauerhalle (228€) zusammen, landet man bereits bei 1.554,00 Euro rein städtischen Gebühren – noch ohne Bestatter, Krematorium, Floristik oder Steinmetz.
9. Was bedeutet das für die Auswahl eines Grabsteins?
Aus Sicht eines Steinmetzbetriebs ist der Parkfriedhof Heiligenstock besonders interessant, weil hier sehr unterschiedliche Anforderungen nebeneinander existieren:
- Bei klassischen Wahlgräbern: Meist die größte gestalterische Freiheit (stehende Grabsteine, Stelen, Einfassungen).
- Bei Rasengräbern: Funktionale, bodengleiche Grabplatten, technisch sauber eingepasst.
- Beim Trauerhain: Schlichte, bodengleiche Kennzeichnung, die zur naturnahen, ruhigen Wirkung passt.
Warum ein erfahrener Frankfurter Steinmetz wichtig ist
Ein erfahrener Steinmetz sollte nicht nur schöne Steine entwerfen, sondern die Frankfurter Friedhofsordnung kennen, die Unterschiede zwischen den Grabfeldern beachten, Materialnachweise sauber dokumentieren und die Antragstellung professionell begleiten. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem beliebigen Anbieter und einem lokal erfahrenen Fachbetrieb.
Weitere nützliche Tools & Ratgeber für Frankfurt
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Grabstein in Frankfurt (Stand 2026)
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Zum Finder →10. Häufige Fragen (FAQ)
Wo liegt der Parkfriedhof Heiligenstock? +
An der Friedberger Landstraße 647 in 60389 Frankfurt am Main, im Nordosten der Stadt nahe Bad Vilbel.
Welche Buslinien fahren zum Parkfriedhof Heiligenstock? +
Offiziell genannt werden die Buslinie 30 und die Expressbuslinie X97, Haltestelle „Parkfriedhof“.
Kann man jedes Grab auf dem Heiligenstock verlängern? +
Nein. Reihengräber werden in Frankfurt grundsätzlich für 20 Jahre vergeben und sind nicht verlängerbar. Wahlgräber laufen in der Regel 25 Jahre und können verlängert werden.
Gibt es auf dem Heiligenstock Rasengräber? +
Ja. Der Friedhof bietet verschiedene Rasengrabformen an, darunter Rasen-Erd- und Rasen-Urnengräber.
Welche Grabmale sind auf Rasengräbern erlaubt? +
In der Praxis sind hier meist nur bodengleiche, pflegeverträgliche Lösungen zulässig. Stehende Grabmale und klassische Einfassungen sind in solchen Feldern regelmäßig nicht vorgesehen.
Gibt es ein muslimisches Grabfeld? +
Ja. Der Parkfriedhof Heiligenstock gehört zu den Frankfurter Friedhöfen mit speziell gestalteten Bereichen für islamische Bestattungen.
Braucht man für einen Grabstein eine Genehmigung? +
Ja. In Frankfurt ist vor dem Setzen eines Grabmals grundsätzlich ein Antrag erforderlich.
Was kostet ein Grabstein zusätzlich zu den Friedhofsgebühren? +
Das hängt stark von Material, Größe, Bearbeitung, Schrift und Grabart ab. Zusätzlich zu den städtischen Gebühren fallen die Kosten des Steinmetzbetriebs für Entwurf, Fertigung, Beschriftung und Montage an.
11. Fazit & Quellen
Der Parkfriedhof Heiligenstock gehört zu den wichtigsten Friedhöfen in Frankfurt, nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seines besonderen Charakters. Die Anlage verbindet parkähnliche Ruhe, moderne Trauerarchitektur, naturnahe Grabformen und interreligiöse Bestattungsmöglichkeiten.
Für Angehörige ist der Friedhof zugleich ein Ort mit klaren Regeln. Wer für den Parkfriedhof Heiligenstock einen Grabstein in Frankfurt sucht, sollte deshalb nicht allein auf Optik oder Preis schauen. Entscheidend sind immer auch Grabart, Genehmigungsfähigkeit, Materialnachweis, Standsicherheit und die konkrete Friedhofssituation vor Ort. Wenn Sie ein Grabmal planen, unterstützt Schugar Natursteine Sie gerne mit fachlicher, lokaler und pietätvoller Beratung.

Über den Autor
Sebastian Schugar – Schugar Natursteine
Sebastian Schugar ist Steinmetz in dritter Generation. Mit Betriebssitz im Frankfurter Osten kennt er die geologischen Herausforderungen und die behördlichen Genehmigungswege der Stadt Frankfurt bis ins Detail. Schugar Natursteine steht für erstklassige handwerkliche Qualität, normgerechte Standsicherheit und persönliche Beratung vor Ort.
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